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Drache, Könige
und Schloß
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Jede Stadt hat ihre Geschichte. Die Geschichte
der Stadt Krakau beginnt im 7. Jahrhundert mit einem Held und einem
Drachen. Wenn der tapfere Krak den Drachen vergiftete (der die
Bevölkerung der Stadt terrorisierte), nahm die
glückliche Stadt ihren Namen nach ihrem Befreier. Es ist zwar
eine Legende, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat, aber sie
lebte sich in dem polnischen Bewusstsein stark ein.
Eine ernste Krise in der Geschichte der Stadt
kam, als die erste polnische Dynastie (die Piasten) Macht ergriffen
hatte. Um das Jahr 1030 verschob der König der Piasten die
Hauptstadt des Staates nach Krakau. Die Zeit bis zum Anfang des 16.
Jakrhundert war die Blütezeit der Stadt. Sie wurde in einem
schnellen Tempo ausgebaut. Im 14. Jahrhundert war Krakau eine der
schönsten und kosmopolitichsten europäischen
Städten. Es war außerdem ein kulturelles und
akademisches Zentrum – 1364 wurde hier die erste polnische
Universität von König Kazimierz Wielki
gegründet.
In der Krakauer Geschichte gab es aber auch schlechtere Momente. Als
Polen sich in 1569 mit Litauen vereinigte, wurde Warschau die neue
Hauptstadt. Krakau litt in dieser Zeit unter der Pest Epidemie und war
auch mit Einfällen der Schweden geplagt.
Eine neue Blütezeit erlebte die Stadt
im 19. Jahrhundert. Krakau befand sich in einer besseren Situation als
der Rest des geteilten im 18. Jh. polnischen Staates. Zuerst bekam
Krakau das Statut “einer freien Stadt”(1815), was
ihm eine relative Unabhängigkeit gab. Wenn es aber den Titel
im Jahre 1846 verlor, trotzdem konnte die Stadt auf das Wohlwollen der
österreichischen Obrigkeit zählen. Krakau war in
dieser Zeit ein wichtiges Zenrum der polnischen Kultur, bis Polen im
Jahre 1918 seine Unabhängigkeit wiedergewann.
Das Jahr 1939 beendet die kurzfristige
Unabhängigkeit von Polen und Krakau. Die Macht in der Stadt
haben die Faschisten ergriffen. Krakau verlor seine kulturelle und
intelektuelle Rolle. Nach dem Krieg hatten die Kommunisten, die zu
Macht kamen, zum Ziel, Krakau mit seiner Umgebung zu industrialisieren,
was ihnen aber nicht gelang. Nach der Niedergang des Kommunismus in
Osteuropa spielt Krakau wieder eine bedeutende Rolle in dem
kulturellen, künstlerischen und intellektuellen Leben Europas.
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